{"id":6,"date":"2018-05-23T13:25:12","date_gmt":"2018-05-23T13:25:12","guid":{"rendered":"http:\/\/dvgtest.das-verordnete-geschlecht.de\/?page_id=6"},"modified":"2024-03-28T12:16:45","modified_gmt":"2024-03-28T12:16:45","slug":"das-verordnete-geschlecht","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.das-verordnete-geschlecht.de\/","title":{"rendered":"Das verordnete Geschlecht"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1\" style=\"text-align: center;\"><span class=\"s1\"><b>&#8222;Das verordnete Geschlecht&#8220;<\/b> ist ein 62 Minuten langer Dokumentarfilm<br \/>\nvon Oliver Tolmein und Bertram Rotermund.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">In dem Film geht es um Zwitter und Geschlechterpolitik in Deutschland.<br \/>\nFilm-Premiere war am 19.November 2001 im &#8222;Metropolis&#8220; in Hamburg.<br \/>\nDer Film hat von der <a href=\"http:\/\/www.das-verordnete-geschlecht.de\/?page_id=70\"><span class=\"s2\">Filmbewertungsstelle das Pr\u00e4dikat &#8222;wertvoll&#8220;<\/span><\/a> erhalten.<\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: center;\"><span class=\"s1\">Wir verleihen den Film selbst und k\u00f6nnen Plakate und Flyer<br \/>\nzur Verf\u00fcgung stellen.<br \/>\n<\/span>Gruppen und Kinos, die ihn zeigen wollen, k\u00f6nnen sich gerne an uns wenden.<br \/>\nAu\u00dferdem k\u00f6nnen Privatpersonen und DozentInnen den Film bei uns als Download oder DVD kaufen.<br \/>\nAuf Wunsch und nach Absprache k\u00f6nnen Mitwirkende am Film oder wir Filmemacher auch<br \/>\ngerne zu Diskussionsveranstaltungen in Zusammenhang mit Filmvorf\u00fchrungen kommen.Mehr dazu hier:\u00a0<a href=\"mailto:info@rotermundfilm.de\"><span class=\"s2\">mailto:info@rotermundfilm.de<\/span><\/a><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-39 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.das-verordnete-geschlecht.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Gebirgen2002.jpg\" alt=\"\" width=\"720\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/www.das-verordnete-geschlecht.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Gebirgen2002.jpg 720w, https:\/\/www.das-verordnete-geschlecht.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Gebirgen2002-300x240.jpg 300w, https:\/\/www.das-verordnete-geschlecht.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Gebirgen2002-700x560.jpg 700w\" sizes=\"(max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/><\/p>\n<h3 class=\"p3\" style=\"text-align: center;\"><strong><span class=\"s1\">Das verordnete Geschlecht<br \/>\n<\/span><\/strong>&#8211; wie aus Zwittern M\u00e4nner und Frauen gemacht werden &#8211;<\/h3>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: center;\"><span class=\"s1\">F\u00fcr \u00c4rzte ist Intersexualit\u00e4t eine Krankheit, die sie behandeln wollen. Die<br \/>\nBetroffenen werden durch die Eingriffe aber nicht geheilt, sondern von<br \/>\nfr\u00fchester Kindheit an traumatisiert. Denn Zwitter sind nicht und f\u00fchlen<br \/>\nsich nicht krank &#8211; sie fordern Anerkennung. Eines von 2000 Kindern<br \/>\nwird ohne eindeutige Geschlechtsmerkmale geboren. In den westlichen<br \/>\nIndustriegesellschaften ist die Existenz von Zwittern aber ein Tabu: Dass es<br \/>\nnur zwei Geschlechter gibt, M\u00e4nner und Frauen, ist eine der grundlegenden<br \/>\ngesellschaftlichen Normen, die nicht in Frage gestellt wird. Im Gegenteil:<br \/>\nAuch heute werden schwerwiegende und irreversible chirurgische Eingriffe an den<br \/>\nGenitalien von Kleinkindern vorgenommen, um sie einem der beiden Geschlechter<br \/>\nanzupassen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">In \u201eDas verordnete Geschlecht\u201c geht es um die Geschichte von Zwittern &#8211; aber<br \/>\nauch um die weiterreichende gesellschaftliche Bedeutung, die es hat, dass<br \/>\ndie Gesellschaft nur die Existenz von zwei Geschlechtern anerkennen will.<br \/>\nMichel Reiter, der zum M\u00e4dchen gemacht wurde, und Elisabeth M\u00fcller,<br \/>\ndie genetisch, aber nicht hormonell, ein Mann ist, erz\u00e4hlen welchen Preis<br \/>\nsie daf\u00fcr zahlen mussten, dass die Vorstellung der Gesellschaft von Normalit\u00e4t<br \/>\nerhalten bleiben. Weil ihre Eltern und die \u00c4rzte nicht offen mit ihnen dar\u00fcber<br \/>\nsprachen, dass sie Zwitter sind, lebten sie jahrelang mit dem traumatisierenden<br \/>\nGef\u00fchl, irgendwas an ihnen sei schrecklich falsch. Wie andere Zwitter musste<br \/>\nMichel Reiter schwere chirurgische Eingriffe erdulden, um dem Geschlecht zu<br \/>\nentsprechen, das ihm verordnet worden war.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Heute leben Elisabeth M\u00fcller und Michel Reiter offen als Zwitter. Michel Reiter<br \/>\nhat ein Gerichtsverfahren angestrengt, um zu erreichen, dass auch amtlich<br \/>\nanerkannt wird, dass es nicht nur zwei Geschlechter gibt. Ihm kommt es dabei<br \/>\nnicht so sehr auf die Eintragung in seinen Pass ein. Wenn Zwitter als<br \/>\nZwitter anerkannt werden, so hofft er, werden auch die verst\u00fcmmelnden<br \/>\ngeschlechtszuweisenden Operationen nicht mehr stattfinden d\u00fcrfen.<br \/>\nDer Film kontrastiert diese beiden Geschichten mit den Erz\u00e4hlungen von<br \/>\nJuristen, Eltern und \u00c4rzten, die meinen, dass es f\u00fcr intersexuelle Kinder<br \/>\ndas beste sei, fr\u00fchzeitig operiert zu werden, weil sie sonst als Au\u00dfenseiter<br \/>\naufwachsen w\u00fcrden. \u201eDas verordnete Geschlecht\u201c ist ein Dokumentarfilm \u00fcber<br \/>\nGeschlechter- und K\u00f6rperpolitik. Er zeigt wie gewaltt\u00e4tig sich der Zwang<br \/>\nnormal zu sein und die Logik des \u201eIst es nicht das Eine, muss es das Andere<br \/>\nsein\u201c auswirken kann. Der Film pl\u00e4diert daf\u00fcr, dass in der Gesellschaft nicht<br \/>\nNormalit\u00e4t und das Denken in einfachen Alternativen die Leitlinie ist,<br \/>\nsondern Unterschiedlichkeit anerkannt und Gleichbehandlung sichergestellt wird<\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: center;\"><span class=\"s1\">Ein Film von Oliver Tolmein und Bertram Rotermund<br \/>\n<\/span><span class=\"s1\">Mit Michel Reiter und Elisabeth M\u00fcller<br \/>\n<\/span><span class=\"s1\">Kamera: J\u00f6rn Staeger<br \/>\n<\/span><span class=\"s1\">Musik: Schorsch Kamerun<br \/>\n<\/span><span class=\"s1\">Kameraassistenz: Marika Kavouras<br \/>\n<\/span><span class=\"s1\">Schnitt: Bertram Rotermund<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: center;\"><span class=\"s1\">Gef\u00f6rdert von: FilmF\u00f6rderung Hamburg, Kuratorium Junger Deutscher Film,<br \/>\n<\/span><span class=\"s1\">Filmb\u00fcro Bremen, Landesmedienzentrale Bremen<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: center;\"><span class=\"s1\">Produktion: Rotermund Filmproduktion<br \/>\n<\/span><span class=\"s1\">Seestrasse 25<br \/>\n<\/span><span class=\"s1\">22607 Hamburg<br \/>\n<\/span><span class=\"s1\">040-39901717<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: center;\"><span class=\"s1\">Deutschland, 2001, 62 min, 35 mm<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: center;\"><strong><span class=\"s1\">Film-Verleih, Download oder DVD-Vertrieb \u00fcber<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: center;\"><span class=\"s1\">www.rotermundfilm.de<br \/>\n<\/span><span class=\"s1\">oder<br \/>\n<a href=\"mailto:info@rotermundfilm.de\"><span class=\"s2\">mailto:info@rotermundfilm.de<\/span><\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Das verordnete Geschlecht&#8220; ist ein 62 Minuten langer Dokumentarfilm von Oliver Tolmein und Bertram Rotermund. 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